Schliebener Hefte Nr.8 2026

Das Heft 8 der „Schliebener Hefte – Historische Streifzüge im Schliebener Land“ (Jahrgang 2026) wurde von Gert Wille verfasst und vom Freundeskreis Zliuuini verlegt. Die Publikation widmet sich vielfältigen Heimat- und Lokalgeschichten aus der Elbe-Elster-Region.

Eingangs präsentiert der Freundeskreis seinen modernen Internetauftritt, der unter anderem Hörangebote wie die Zwanzig-Minuten-Audio-Podcasts zu historischen Themen bereitstellt. Einen Schwerpunkt bildet der Praxisleitfaden zur Bodendenkmalpflege, der rechtliche Grundlagen im Land Brandenburg erklärt, den Grundsatz „Erhalten vor Ausgraben“ betont und Bürger zur Meldung von Zufallsfunden aufruft. Ergänzt wird dies durch ein Porträt des Schliebener Kaufmanns Ernst, der bereits im 19. Jahrhundert als Sammler ur- und frühgeschichtlicher Artefakte tätig war, sowie Recherchen zur industriegeschichtlichen Neusilber-Schmelze bei Hohenbucko.

Ausführlich dokumentiert die Ausgabe regionale Kleindenkmäler wie historische Landwehren, mittelalterliche Handelswege und Hohlwege, Grenzsteine, alte Brücken und Gräber. Zudem rekonstruiert das Heft die Geschichte des letzten Findlings vom Burgwall Malitschkendorf und unterzieht Vermutungen über eine slawische Besiedlung in Proßmarke einer kritischen Prüfung.

Abgerundet wird die Sammlung durch Abhandlungen über die Einführung von Papiergeld in Sachsen und Preußen, Einblicke in die regionale Kriminalgeschichte von 1816 bis 1822 und die Entzauberung des Grunichsbergs, der sich als barocke Lustanlage der Adelsfamilie von Milchkau herausstellt.

Die Publikation kann beim REGIA-Verlag Cottbus bestellt werden. Link hier

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