Bronzezeit
1. Altfunde
Unter Altfunden werden Fundstücke verstanden, die vor 1945, meist aber schon im
19. Jahrhundert, gefunden wurden und zu denen kein Fundort, bzw. keine weiteren Angaben mehr existieren.
Abb. 2 Depotfund von 5 bronzenen Armringen (Altfund ca. 1850) von Proßmarke (2 in Halle/ S., 3 in Berlin)
Auch Proßmarke weist eine Vielzahl solcher Objekte auf, die in den verschiedensten Museen Deutschlands (bis nach London) lagern. Allerdings ist die Zahl der Verluste dieser Altfunde vermutlich sehr groß.
Abb.1 bis 8 zeigen einige Altfunde aus Proßmarke, ohne dass weitere Fundumstände (Fundplatz, -zeit oder der Finder) bekannt sind.
2. Neufunde
Zu diesen Funden zählen z. B. der 1973 auf dem Fundplatz „Sassendorf“ gefundene Klopfstein
s. Abb. 9 oder die in Abb. 10 dargestellten bronzezeitlichen Scherben.
Diese Scherben sind fundmäßig im erforderlichen Maße erfasst und geben Auskunft über die Standorte. Dabei ist am Beispiel des Fundplatzes „Wenddorf“ jedoch nicht unbedingt von einem bronzezeitlichen Siedlungsstandort auszugehen. Es könnte sich auch um ein gestörtes oder einige gestörte Gräber handeln, denn diese Scherben stammen vorrangig nicht aus der Niederung unmittelbar am Rollweg, sondern von der Höhe am Waldrand, dem bevorzugten Bestattungsbereich der Bronzezeit (unterhalb von Bergkuppen).
Insgesamt ist die Bronzezeit in Proßmarke durch eine Vielzahl von Funden und Fundstätten gut nachgewiesen.
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Abb. 7, Altfunde von Proßmarke im Britischen Museum London |
Abb. 8 |
LITERATUR
WILLE, G.: Bronzezeit. in.: Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte von Proßmarke. Dresden/ Proßmarke, 2006 (Download)











